Schornsteinsanierung

Moderne Heizungen verfügen oft über niedrige Abgastemperaturen, wodurch Säuren, Schwefel und Feuchtigkeit in den Außenschornstein gelangt und diesen angreift. Besonders gemauerte Schornsteine, wie sie in der Vergangenheit die Regel waren, können dieser Belastung nicht lange standhalten und werden von den ätzenden Substanzen regelrecht zerfressen. Dies ist ein oft vorkommender Grund für die Schornsteinsanierung. Natürlich können aber auch Alters- oder Witterungsschäden demLeichtbauschornstein zugesetzt haben und so eine Erneuerung notwendig machen.

Möglichkeiten bei der Schornsteinsanierung

Eine sehr oft zum Zuge kommende Variante bei der Schornsteinsanierung bietet das Einsetzten von Rohren in den alten Schornstein an. Auch für den Heimwerker ist die Anbringung eines solchen neuen Schornsteins in Eigenleistung möglich. Durch das einliegende Rohr wird der alte Schornstein bei der Schornsteinsanierung vor den aggressiven Säuren geschützt. Den Edelstahlrohren können die säurehaltigen Abgase, abhängig von der jeweiligen verwendeten Materialqualität, nichts anhaben. Der Übergang zwischen dem eingesetzten Rohr und dem alten Schornstein wird verschlossen, so dass in den Zwischenraum keine Feuchtigkeit oder Schmutz gelangen kann. Gegebenenfalls muss dieser Zwischenraum bei der Schornsteinsanierung auch noch ausgedämmt werden, was jedoch vom zuständigen Schornsteinfeger zu ermessen ist.

Die Wichtigkeit der Materialqualität bei der Schornsteinsanierung

Edelstahl, Kunststoff, Keramik und Aluminium sind die Materialien, welche bei der Schornsteinsanierung zum Einsatz kommen. Am meisten wird Edelstahl verwendet, wobei dort auf die Kennziffer als Qualitätsmerkmal geachtet werden sollte. V1, V2 und V3 sind die dabei die Bezeichnungen, wobei V3 den bestmöglichen Korrosionsschutz, und somit eine lange Lebensdauer, darstellt. Sollte sich die Bezeichnung VM vorfinden, so hat keine Prüfung stattgefunden. Kunststoff ist bei der Schornsteinsanierung besonders bei ungeraden Schornsteinen als Einsatz geeignet, allerdings sind sie nur für Abgastemperaturen bis 120 Grad geeignet. Keramikeinsätze zur Schornsteinsanierung bestehen heute nicht mehr aus dicken Schamotten, sondern aus dünnen und hochentwickelten Produkten. Aluminiumrohre werden nur in Verbindung mit Gas als Brennstoff verwendet.

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